Margaret Karram erneut zur Präsidentin der Fokolar-Bewegung gewählt - Roberto Almada wird neuer Ko-Präsident

Freitag, 13. März 2026

Mit mehr als zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen hat die Generalversammlung der Fokolar-Bewegung gestern, am 12. März 2026, Margaret Karram für eine zweite Amtszeit (2026–2031) zur Präsidentin gewählt.

Die 261 Stimmberechtigten vertreten die Fokolar-Gemeinschaften aller fünf Kontinente.

Der neue Ko-Präsident ist Roberto Almada, ein argentinischer katholischer Priester und Fokolar, der ebenfalls mit Zweidrittelmehrheit gewählt wurde. Er tritt die Nachfolge von Jesús Morán an, der seine zweite Amtszeit beendet hat und nicht mehr gewählt werden durfte.

Die Wahlen wurden vom Dikasterium für Laien, Familie und Leben als zuständige Behörde des Heiligen Stuhls bestätigt, gemäß den Bestimmungen des Allgemeinen Statuts der Fokolar-Bewegung.

Margaret Karram, ein Leben im Zeichen des Dialogs

Margaret Karram ist nach der Gründerin Chiara Lubich und Maria Voce die dritte Präsidentin der Fokolar-Bewegung.

Als christliche Araberin, geboren in Haifa in Israel, wuchs sie in einem multireligiösen Umfeld auf und entwickelte schon in jungen Jahren ein starkes Engagement für den Dialog zwischen verschiedenen Kulturen und Glaubensrichtungen. In den Vereinigten Staaten schloss sie ihr Studium der Judaistik an der American Jewish University in Los Angeles ab und übernahm anschließend Leitungsaufgaben in der Fokolar-Bewegung im Heiligen Land, wobei sie parallel dazu 14 Jahre lang im italienischen Generalkonsulat in Jerusalem tätig war.

International anerkannt für ihren Beitrag zum interreligiösen Dialog – Mount-Zion-Preis (2013) und Santa-Rita-Preis (2016) – nahm sie 2014 gemeinsam mit Papst Franziskus und den Präsidenten Israels und Palästinas an der Gebetsfeier für den Frieden in den Vatikanischen Gärten teil. 2021 wurde sie für eine erste Amtszeit zur Präsidentin der Fokolar-Bewegung gewählt und hat das Engagement der Bewegung im ökumenischen und interreligiösen Dialog verstärkt. Sie traf den Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., und nahm als Gast an der jüngsten Synode der katholischen Kirche teil.

Im Jahr 2023 wurde sie zum Mitglied des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben ernannt. 

Roberto Almada ist der neue Ko-Präsident der Fokolar-Bewegung;

Roberto Almada ist ein argentinischer katholischer Fokolar mit Priesterweihe, Psychiater und Psychotherapeut. Als Doktor der Philosophie gehörte er zu den Initiatoren der Schule für Logotherapie in Uruguay und Paraguay. Er koordiniert mit anderen zusammen die spirituellen und psychologischen Begleitprogramme am Universitätsinstitut Sophia für Lateinamerika und die Karibik sowie am Logos-Institut in Caserta (Italien).

Von 1999 bis 2009 war er Berater des Internationalen Zentrums der Fokolar-Bewegung in Rocca di Papa (Italien). Bis 2026 lebte er in Buenos Aires und engagierte sich in Südamerika für das Thema Evangelisierung, wo er lokale Gemeinschaften begleitete und Struktur- und Organisations-Prozesse unterstützte.

Er hat umfangreiche Erfahrungen im kirchlichen und pädagogischen Bereich in verschiedenen Ländern Lateinamerikas gesammelt, darunter Kolumbien, El Salvador, Chile, Uruguay, Paraguay und Argentinien; dabei hat er Priester, Ordensgemeinschaften und katholische Lehrkräfte durch Kurse und Exerzitien begleitet. Außerdem war er in der Jugendarbeit und im sozialen Bereich mit Migranten tätig.

Was sind die Aufgaben der Präsidentin der Fokolar-Bewegung?

Gemäß dem Allgemeinen Statut wird die Präsidentschaft stets einer Fokolarin anvertraut, die sich durch ewige Gelübde gebunden hat: Eine Entscheidung, die auf den Laiencharakter verweist und die Bedeutung der weiblichen Präsidentschaft hervorhebt, die von Gründerin Chiara Lubich gewünscht und von Johannes Paul II. bestätigt wurde. Die Präsidentin ist aufgerufen, im „Geist der Einheit“ die Fokolar-Gemeinschaften in 150 Ländern zu begleiten, die die Botschaft des Evangeliums und der universellen Geschwisterlichkeit im Kontext kultureller, sozialer und religiöser Vielfalt leben. Zu ihren Aufgaben gehören die Leitung und Ausrichtung einer Bewegung, die sich den lokalen und globalen Herausforderungen unserer Zeit stellt und sich insbesondere dazu gerufen sieht, zur Heilung der persönlichen und sozialen Brüche des menschlichen Daseins beizutragen. Das Statut verweist auch auf den Stil, in dem die Präsidentin ihre Verantwortung wahrnehmen soll: eine Führung, die auf Dienst und Nächstenliebe gründet, gemäß der Aufforderung Jesu, Diener aller zu sein (vgl. Mk 10,44). Von ihr wird erwartet, dass sie Brücken baut, die Einheit fördert und mit Konsequenz und Hingabe Zeugin der zentralen Botschaft der Spiritualität der Fokolar-Bewegung ist.

Die Rolle des Ko-Präsidenten

Der Ko-Präsident, der aus den Reihen der katholischen Fokolare mit Priesterweihe gewählt wird, ist in erster Linie dazu gerufen, eng mit der Präsidentin zusammenzuarbeiten, Entscheidungen mit ihr gemeinsam zu treffen und zur differenzierten Urteilsbildung beizutragen sowie den Zusammenhalt der Bewegung zu gewährleisten. 

 

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