Bonhoeffers Weckruf

»Auf der Flucht vor der öffentlichen Auseinandersetzung erreicht dieser und jener die Freistatt einer privaten Tugendhaftigkeit. Er stiehlt nicht, er mordet nicht, er bricht nicht die Ehe, er tut nach seinen Kräften Gutes. Aber in seinem freiwilligen Verzicht auf Öffentlichkeit weiß er die erlaubten Grenzen, die ihn vor dem Konflikt bewahren, genau einzuhalten. So muss er seine Augen und Ohren verschließen vor dem Unrecht um ihn herum. Nur auf Kosten eines Selbstbetrugs kann er seine private Untadeligkeit vor der Befleckung durch verantwortliches Handeln in der Welt reinerhalten. Bei allem, was er tut, wird ihn das, was er unterlässt, nicht zur Ruhe kommen lassen …« (Dietrich Bonhoeffer)

"Der Stachel sitzt." (Rudolf Walter)
 

Mit Beiträgen von: Andreas Batlogg SJ, Otto Betz, Eugen Drewermann, Gotthard Fuchs, Anselm Grün, Stéphane Hessel, Helga Kohler-Spiegel, Ralph Kunz, Br. Niklaus Kuster, Martin Lintner, Ueli Mäder, Jürgen Moltmann, Rudolf Walter, Slavoj Žižek u. v. a. m.


Erhältlich im Verlag Neue Stadt

Weitere Buchtipps

Die Bibel als Buchtipp? Was soll sich denn ausgerechnet hier Neues finden lassen, was nicht schon seit 1.900 und mehr Jahren bekannt ist? Und doch: Für mich lädt diese neue Einheitsübersetzung ein, die Bibel noch einmal neu zu lesen bzw.

Martin Luther – eine ökumenische Perspektive

Der facettenreiche Film von Winfried Baetz-Braunias „Klaus Hemmerle - Himmel zwischen uns“ gibt in drei Teilen von jeweils 40 Minuten Einblicke in das Leben und Denken des ehemaligen Aachener Bischofs. Der Film bietet keine chronologische Dokumentation, sondern beleuchtet vielmehr Hemmerles Antworten auf drei wesentliche Themen: